Pressestimme
aus Neues Deutschland, 09.05.2008
Alle Generationen unter einem Dach
Neues Wohnprojekt im Nordwesten Marzahns eröffnet / Sämtliche Quartiere sind barrierefrei
Von Steffi Bey
In der Köthener Straße, im Nordwesten von Marzahn, wurde gestern das erste Mehrgenerationenhaus des Bezirks eröffnet. Die DEGEWO/WBG Marzahn investierte rund 700 000 Euro in den Umbau eines Sechsgeschossers. Aus ehemals 29 Wohnungen wurden 17 ganz unterschiedliche Einheiten: »Ein- und Zweizimmerwohnungen für jedes Alter«, sagte DEGEWO-Vorstand Frank Bielka. Die meisten Quartiere sind behinderten- und seniorenfreundlich ausgestattet. Sie sind barrierefrei und somit für Rollstuhlfahrer geeignet.
Das Besondere an dem Projekt ist, dass künftig unter einem Dach Behinderte und Nichtbehinderte, Alte und Junge in unterschiedlichen Wohnformen leben. So zieht in das erste Obergeschoss eine Senioren-Wohngemeinschaft. Rund um die Uhr werden die sieben Frauen und Männer vom Team des Pflegedienstes »Susan Hellfach« betreut. Es gibt eine Gemeinschaftsküche und ein großes Wohnzimmer sowie sieben einzelne Räume, in die sich die Bewohner jederzeit zurückziehen können.
Das Geschoss darüber bezieht eine Gruppe Schlaganfall-Patienten. »Auch sie werden versorgt, können aber trotzdem selbst bestimmt leben«, erklärte Matthias Bahlo, Leiter des WBG-Kundenzentrums in Marzahn. Die anderen Wohnungen im Haus sind für Singles oder Paare jeden Alters gedacht. In der fünften Etage wurden beispielsweise die Steckdosen seniorengerecht, das heißt neben den Lichtschaltern angebracht.
Zu den ersten Mietern des Mehrgenerationshauses gehört Hans-Jürgen Schröder. Der 63-Jährige richtet sich gerade in der obersten Etage eine Zweiraum-Wohnung ein: Mit offener Küche und Balkon. Er hat sich für dieses Haus entschieden, weil es nur etwa 400 Meter von seinem alten Quartier entfernt liegt.
Im Januar dieses Jahres haben die Umbauarbeiten in der Köthener Straße 4 begonnen. Die ehemals langen Hausflure sind größtenteils verschwunden und wurden in die Wohnräume integriert. »Aus den ursprünglich innen liegenden Bädern entstanden große rollstuhlgerechte Sanitärräume«, so der planende Architekt Alexander Stöckl. Auf 42 bis 235 Quadratmetern können sich jetzt Singles, Familien oder Wohngemeinschaften in dem Haus niederlassen.
Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (LINKE) würdigte gestern das Projekt. »Die Wohnungsbaugesellschaft reagiert damit frühzeitig auf die veränderten Wohnansprüche der Bevölkerung«, lobte die Politikerin. Schließlich sei Marzahn in die Jahre gekommen. Habe das Durchschnittsalter 1979 noch bei 24 Jahren gelegen, liege es jetzt bei 41 Jahren. Konkrete Zahlen nannte auch die DEGEWO. So seien 40 Prozent der Mieter älter als 60 Jahre und 34 Prozent zwischen 45 und 59 Jahre alt.
Alle Generationen unter einem Dach
Neues Wohnprojekt im Nordwesten Marzahns eröffnet / Sämtliche Quartiere sind barrierefrei
Von Steffi Bey
In der Köthener Straße, im Nordwesten von Marzahn, wurde gestern das erste Mehrgenerationenhaus des Bezirks eröffnet. Die DEGEWO/WBG Marzahn investierte rund 700 000 Euro in den Umbau eines Sechsgeschossers. Aus ehemals 29 Wohnungen wurden 17 ganz unterschiedliche Einheiten: »Ein- und Zweizimmerwohnungen für jedes Alter«, sagte DEGEWO-Vorstand Frank Bielka. Die meisten Quartiere sind behinderten- und seniorenfreundlich ausgestattet. Sie sind barrierefrei und somit für Rollstuhlfahrer geeignet.
Das Besondere an dem Projekt ist, dass künftig unter einem Dach Behinderte und Nichtbehinderte, Alte und Junge in unterschiedlichen Wohnformen leben. So zieht in das erste Obergeschoss eine Senioren-Wohngemeinschaft. Rund um die Uhr werden die sieben Frauen und Männer vom Team des Pflegedienstes »Susan Hellfach« betreut. Es gibt eine Gemeinschaftsküche und ein großes Wohnzimmer sowie sieben einzelne Räume, in die sich die Bewohner jederzeit zurückziehen können.
Das Geschoss darüber bezieht eine Gruppe Schlaganfall-Patienten. »Auch sie werden versorgt, können aber trotzdem selbst bestimmt leben«, erklärte Matthias Bahlo, Leiter des WBG-Kundenzentrums in Marzahn. Die anderen Wohnungen im Haus sind für Singles oder Paare jeden Alters gedacht. In der fünften Etage wurden beispielsweise die Steckdosen seniorengerecht, das heißt neben den Lichtschaltern angebracht.
Zu den ersten Mietern des Mehrgenerationshauses gehört Hans-Jürgen Schröder. Der 63-Jährige richtet sich gerade in der obersten Etage eine Zweiraum-Wohnung ein: Mit offener Küche und Balkon. Er hat sich für dieses Haus entschieden, weil es nur etwa 400 Meter von seinem alten Quartier entfernt liegt.
Im Januar dieses Jahres haben die Umbauarbeiten in der Köthener Straße 4 begonnen. Die ehemals langen Hausflure sind größtenteils verschwunden und wurden in die Wohnräume integriert. »Aus den ursprünglich innen liegenden Bädern entstanden große rollstuhlgerechte Sanitärräume«, so der planende Architekt Alexander Stöckl. Auf 42 bis 235 Quadratmetern können sich jetzt Singles, Familien oder Wohngemeinschaften in dem Haus niederlassen.
Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (LINKE) würdigte gestern das Projekt. »Die Wohnungsbaugesellschaft reagiert damit frühzeitig auf die veränderten Wohnansprüche der Bevölkerung«, lobte die Politikerin. Schließlich sei Marzahn in die Jahre gekommen. Habe das Durchschnittsalter 1979 noch bei 24 Jahren gelegen, liege es jetzt bei 41 Jahren. Konkrete Zahlen nannte auch die DEGEWO. So seien 40 Prozent der Mieter älter als 60 Jahre und 34 Prozent zwischen 45 und 59 Jahre alt.
jpohle - 9. Mai, 07:56





















